Land unter

Heute, gegen 11:30 Uhr kam der ersehnte Anruf. Die Personalberaterin, über deren Firma mein "Bewerbungsmarathon" lief, teile mir mit, daß ich den Job NICHT bekomme. Allerdings würde sie mir nur die schlechte Botschaft übermitteln, aber könne mir keinen Grund nennen, da ihr selbst keiner bekannt sei. Ihr wurde lediglich mitgetelt, daß meine Bewerbung "nicht weiterverfolgt werden würde".

Das saß. Es wäre übertrieben zu behaupten, wir wäre "anders" geworden. Aber die Entäuschung war schon sehr groß. Jetzt habe ich, dank eines guten Anwalts und meiner Rechtsschutzversicherung, meinen Rauswurf um 4 Monate herauszögern können, ohne daß ich auch nur einen Schritt weitergekommen wäre. Das ist schon wirklich frustrierend. Wenn nicht ein kleines Wunder geschieht, dann ist die Arbeitslosigkeit zum 1.4. fix. Jetzt könnte ich mir natürlich ziemlich leid tun und würde bestimmt auch jemanden finden, dem ich dafür die Schuld in die Schuhe schieben könnte. Aber das bringt mich auch nicht voran.

Ich werde jetzt zweigleisig fahren. Natürlich werde ich weiterhin intensiv nach geeigneten Stellen suchen. Aber ich werde mich auch beim Arbeitsamt erkundigen, wie die Unterstützung bei der Aufnahme einer selbständigen Tätigkeit ist. Soweit mir bekannt ist, kann man, statt dem Arbeitslosengeld, den Betrag als Unterstützung erhalten. Die würde genauso lange gewährt werden wie das Arbeitslosengeld 1, also 12 Monate.

Da meine Frau seit 3 Wochen wieder halbtags arbeitet, wären die finanziellen Rahmenbedingungen einigermaßen erträglich. Und ein paar Rücklagen haben wir auch, sodaß ich auch ein wenig Kapital für Investitionen habe. Morgen werde ich mir einen Beratungstermin beim Arbeitsamt geben lassen. Außerdem habe ich nächste Wochen einen Termin mit einer Expertin für Existenzgründungen in München.

Diejenigen, denen ich für's "Daumendrücken" ein Eis zugesagt habe, gehen dann zwar leer aus, aber falls die Selbständigkeit erfolgreich verläuft, spendiere ich die doppelte Portion!!!

Der Amoklauf gestern war natürlich in der Familie gestern und heute Gesprächsthema. Als Eltern möchte man ja gerne das "Böse" dieser Welt von seinen Kindern fernhalten. Aber ich finde es sehr wichtig, gerade bei solchen Anlässen mit den Kindern zu sprechen und sie zu ihren Gedanken und Ängsten zu befragen und den Kindern die eigenen Gedanken mitzuteilen. Es fällt auch schwer sich einzugestehen, daß man sich und seine Lieben vor solchen Ereignissen nicht schützen kann...

Euer (etwas frustrierter) So isses

12.3.09 18:26

bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


nutella-prinzessin / Website (12.3.09 21:18)
Hallo, so isses.

Die haben schon jemand brottigeren gefunden. Tut mir Leid.

Nicht verzagen, weiterjagen :-)

Gruß,
Nutella-Prinzessin


zillie / Website (13.3.09 08:16)
Au Mann, das ist wirklich ein übler Rückschlag, ... hauptsächlich gefühlsmäßig... wegen der investierten Hoffnungen... und weil sie ihre Beweggründe nicht offen legen... nicht fair...
Aber ich bin mir trotzdem sicher, dass Du bald das Richtige für Dich finden wirst... und vielleicht ist es dann die bessere Lösung. Manchmal sollte man einfach auf das Schicksal vertrauen...
Auf jeden Fall glaube ich, dass dem Unternehmen damit ein wirklich bereichernder Mitarbeiter entgangen ist... , selbst schuld.. kann man da nur sagen... sie haben es nicht besser verdient..

Ich grüße Dich herzlich und drücke weiterhin die Daumen... ganz ohne Hintergedanken..


susan / Website (13.3.09 18:11)
ach mensch, das ist ja wirklich blöde.

ich kann mir gut vorstellen, dass einen das erstmal total runter zieht. dieses ewige hin-und-her und nach diesem bewerbungsmarathon dann doch nur ne ordinäre absage.

irgendwann wird sich aber zeigen, dass das vielleicht das beste war, was dir passieren konnte und alles gibt einen sinn.

da wird schon irgendwas kommen.

herzlichst
susan

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