Verlängerung

Dienstag vor einer Woche war ich in Berlin zu einem "Finalinterview" wegen einer neuen Arbeitsstelle. Das Gespräch lief ziemlich gut und ich war einer von 3 verbliebenden Kandidaten. Ich sollte spätestens Ende letzter Woche bescheid bekommen. Bei dem "spätestens" war ich seit Dienstag innerlich auf "Hab acht" und das war nicht gut. Ständig habe ich das Handy bei mir gehabt um ja den Anruf nicht zu verpassen.

Bis Donnerstag hatte ich nichts gehört. Am Freitag bin ich nach Köln gefahren, da ich ja an diesem Wochenende einen Kurs an der "Comedy Academy" gemacht habe. Während der Zugfahrt klingelte mein Handy und ich hatte eine Nummer aus Stuttgart auf dem Display, die mir gänzlich unbekannt war. Der Anruf, den ich erwartete, hätte aus Berlin kommen sollen...

Es meldete sich ein mir unbekannter Mann, der sich als Mitarbeiter der Firma vorstellte, bei der ich mich beworben hatte. Er erzählte mir, daß er meine Bewerbungsunterlagen gesehen hätte und, für den Fall daß ich den ursprünglichen Job nicht bekäme, er mich gerne kennenlernen würde. Aha! Das ist zwar ein etwas unkonvetionelles Vorgehen, aber ok. Kurz darauf kam dann der erwartete Anruf und mir wurde mitgeteilt, daß ich den Job nicht bekomme. Sie hätten jemanden, der besser passt. Aber, man möchte mich unbedingt im Unternehmen haben und mir daher den anderen Job anbieten.

Allerdings muss ich erst wieder ein Gespräch mit dem entsprechenden Bereichsleiter führen, der mich ja noch nicht kennt. Die finanziellen Konditionen sind die selben, das Aufgabengebiet etwas anders. Allerdings würde der "neue" Job tatsächlich eher dem entsprechen, was ich vorher gemacht habe. Von daher ist es ok. Also am nächsten Freitag das nächste Gespräch.

Der Workshop an der "Comedy Academy" in Köln war sehr gut. Die Gruppe der Teilnehmer war bunt gemischt und es waren sehr interessante Leute! Der Leiter des Seminars war Neuseeländer und die Veranstaltung wurde fast ausschließlich auf englisch abgehalten. Das war aber eigentlich ken Problem. Wir haben fast ständig Szenen gespielt. Daher war es wunderbar lebendig! Kurze Theorie und dann rauf auf die Bühne! Es ging zunächst vor allem darum, die Angst vor dem Versagen zu verlieren und Spontanität zuzulassen.

Ein Beispiel: Wir standen zu dritt auf der Bühne und jeder hatte eine ziemlich überzeuchnete Rolle zu spielen. Einmal war ich ein Banker (Viel mir nicht schwer...), der auf einer Karibikinsel lebt und gerade 17 Mio. € Bonus kassiert hat. Die weiteren Rollen waren ein Pizzabote, der nebenher Uran schmuggelt und ein sadistischer Zahnarzt. Wir sprachen und spielten die Rollen immer in kurzen Sequenzen (max. 2 Minuten) nacheinander und dann kam der nächste dran. Ziel der Übung war, was wir unsere "Story" den beiden anderen Figuren annähern und am Ende gemeinsam der Schluß spielen, bei dem wir sterben...

Klingt absurd. Ist es auch. Aber genau darum ging es: Du hattest keine Chance deine Rolle zu planen, sondern musstest die Stichworte der anderen Rollen einbauen und miteinander verknüpfen. Das war sehr spannend!

Es beginnt wieder eine spannende Woche!

Euer So isses

2.3.09 09:55

bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


lukrezia / Website (1.3.09 19:01)
okay jetzt bin ich beeindruckt egal was du sonst so machst

lg


sweety / Website (2.3.09 05:04)
schade das es mit dem job nichts geworden ist - aber wenn das was dir jetzt in aussicht steht sowieso mehr passen würde droück ich dir noch weiter die daumen ;-)

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


 Smileys einfügen